Klemens Lange - Coach (DCV) -
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Fragen an den Coach Klemens Lange

Zusammenstellung von Fragen, die mir häufig von Klienten und Interessenten gestellt werden.

Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig?

Mir ist in meiner Arbeit als Coach besonders wichtig, meine Klienten auf IHREM Weg zu begleiten. Ich gehe den Weg mit, für den sie sich entscheiden und für den die Kräfte reichen. Im Kern geht es mir immer darum, hilfreich zu sein - oft ist es der wichtigste Teil der Beratungsarbeit, zusammen mit den Klienten die aktuelle, manchmal belastende Situation zu verstehen und herauszubekommen, was hilfreich ist.

Man liest immer wieder, Coaching sei eine "Prozessberatung", was bedeutet das?

Mit Prozess ist der Entwicklungsprozess gemeint. Der Prozessberater serviert nicht, wie etwa ein Steuerberater, die Lösung zu einem Problem. Eher im Gegenteil, er organisiert den Beratungsprozess, er begleitet den Klienten auf seinem Entwicklungsweg so, dass die Lösung entsteht und vor allem vom Klienten erarbeitet wird. Im Kreis der Prozessberater gilt das Motto: Wer ad hoc die Lösung hat, der hat ein Problem … 

Eine Prozessberatung ist aber etwas anderes als das Gespräch mit einem guten Freund. Es gibt eine sehr weit entwickelte Beratungsmethodik, deren ich mich, wie natürlich meine Kollegen auch, bediene. Das mache ich auf Wunsch auch gerne transparent, es ist keine Geheimwissenschaft. Manches hat seine Wurzeln in der Familientherapie oder Gesprächstherapie und wurde für das Coaching weiterentwickelt. Anderes hat inzwischen Eingang in die moderne Managementausbildung gefunden.

Für das Coaching von Führungskräften genügt das nach meiner Erfahrung jedoch nicht. Wenn ich immer nur Begleiter bin, nutze ich die Möglichkeiten des Coachings nicht aus. Wenn es hilfreich ist, dann erhalten meine Klienten für ihren Weg Proviant (z. B. Know-how zur Mitarbeiterführung, von dem sie zehren können) oder sie können sich im Coaching auf eine schwierige Wegetappe vorbereiten (z. B. durch das Üben eines kommenden Konfliktgesprächs im Rollenspiel).

Wie fließt denn Ihr Fachwissen in den Coaching-Prozess ein?

Damit bin ich zunächst einmal zurückhaltend. Fachwissen kann man auch nachlesen - das schließt aber nicht aus, dass es hilfreich ist, wenn ich als Coach meinen Klienten davon ein Päckchen mitgebe. Dazu habe ich einige kompakte Handouts entwickelt. Hilfreicher sind oft andere Dinge: Abstand gewinnen, eine neue Perspektive entdecken, ein Experiment wagen oder die intensive Reflexion mit einem Sparringpartner. Das wird erst im Coaching möglich. 

Ein anderer, mindestens genauso wichtiger Aspekt ist, dass mir mein Management- und betriebswirtschaftliches Wissen sehr hilft, die von meinen Klienten geschilderten Situationen zu verstehen und einzuordnen. Ich glaube, dass auch das mich zu einem guten und hilfreichen Gesprächspartner macht. Und durch meine eigene berufliche Erfahrung in verschiedenen hierarchischen Positionen kenne ich viele Situation aus eigener Erfahrung und kann mich erinnern, wie es sich angefühlt hat. Dass mir dies zur Verfügung steht, ist sehr hilfreich, um einen guten Coachingprozess gestalten zu können.

Sie sind auch Organisationsentwickler. Was hat das mit Coaching zu tun?

Führung geschieht immer in Organisationen, berufliche Arbeit erfolgt meist in Interaktion mit Anderen. Geführt wird in hierarchischen Organisationen, wo die Führungspersonen allen bekannt sind, als auch in Netzwerkorganisationen, wo sie sich eher informell herausbilden und schwerer zu greifen sind. Auch gesellschaftliche Fragen spiegeln sich in Organisationen, denn wenn Organisationen gesellschaftliche Entwicklungen ignorieren, bekommen sie schnell ein Problem. So arbeitet Führung heute auch an der Grenze von Gesellschaft und Organisation. Und schließlich muss die Entwicklungsrichtung, die Strategie der Führungscrew in die Organisation hinein übersetzt werden, es gilt eine Spannung zwischen Soll und Ist aufrechtzuerhalten, um Bewegungsenergie in die gewünschte Richtung zu erzeugen. Das alles geht nicht vom grünen Tisch aus, sondern nur mit  viel Kommunikation, dem wichtigsten Management-Tool. Kurz gesagt: Führung geht nicht ohne Organisationsentwicklung und umgekehrt. Für den Coach bedeutet das nach meiner Überzeugung, dass er auch in den Methoden und Theorien der Organisationsentwicklung zuhause sein sollte.

 

 

 

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